30 Tage Herausforderung

Vor ein paar Tagen stieß ich auf ein Video. "Try something new for 30 days". Die Idee ist simpel aber brilliant!
30 Tage lang etwas tun, was man bisher nicht getan hat. Oder 30 Tage lang auf etwas verzichten, was einem nicht gut tut. Das kann ein 30-tägiger Verzicht auf Zucker sein. 30 Tage, jeden Tag 1 km laufen. Für 30 Tage lang nie zu spät dran sein, sonder immer ein bisschen zu früh. Jeden Tag, für einen Monat, eine halbe Stunde früher aufstehen...


Ich war so fasziniert von dieser Idee, dass ich sie unbedingt ausprobieren wollte. AB HEUTE!


Lange habe ich darüber nachgedacht, welcher 30-Tage Herausforderung ich mich stellen könnte. Es sollte etwas sein, dass meinem Körper und meiner Seele gut tut. Mich glücklich macht. Ich führe ganz normales Leben. Gehe zur Uni, lerne, putze,mache Sport - normale Dinge eben. Aber trotzdem bin ich nicht so glücklich wie es sein könnte - oder müsste.


Als ich zum ersten mal über die Herausforderung nachdachte, kam mir als ersten in den Sinn, für 30 Tage das Fluchen aufzugeben. "Du fluchst wirklich viel zu viel", dachte ich mir. Das war also meine erste Idee. Aber das war es noch nicht...
Ich dachte weiter über das Fluchen nach, und wieso ich eigentlich so viel fluche. Die Antwort lag auf der Hand. Schuld waren Aufregung und Stress. Eigentlich bin ich ein sehr fröhlicher Mensch. Doch ich lasse mich sehr leicht von unwichtigen Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen. Sei es der Autofahrer vor mir, der wohl das 50er Schild übersehen hat und jetzt weiter mit 30 km/h vor mir her tuckert. Es folgt Fluchen und Aufregung. Und, als wäre das nicht genug, der Stress zu spät dran zu sein. Und dieses Gefühl der Unruhe verfolgt mich dann den ganzen Tag. Wie soll man in so einem Zustand richtig glücklich werden, wenn man sich selber im Weg steht?!


Da ich nicht rauche,nicht trinke, mich normal ernähre und Sport mache, lebe ich eigentlich ziemlich gesund. Aber ich hatte etwas wichtiges vergessen. Etwas das der Ursprung vieler, schlimmer Krankheiten ist. Stress!


Meine Herausforderung an mich: 30 Tage die Aufregung, den Ärger und somit auch den Stress verbannen und durch Freude, Glück und Dankbarkeit ersetzen. Um das zu schaffen werde ich folgende Dinge für 30 Tage ausprobieren.


1. Mich nicht mehr über Kleinigkeiten aufregen, über die ich keine Kontrolle habe.(Wie zum Beispiel der Autofahrer vor mir.) Stattdessen werde ich jedesmal, wenn so eine Situation auftaucht, über etwas nachdenken, was mich glücklich macht. Irgendetwas, dass mich dazu bringt zu lächeln.


> Am Ärger festhalten, ist als würde man ein heisses Stück Kohle in der Hand halten, mit der Absicht, sie auf jemand anderen zu werfen. Man selbst ist derjeniger, der sich verbrennt. ~ Buddha


2. Jeden morgen eine Stunde früher aufstehen. Und das als chronischer Langschläfer. Dadurch habe ich mehr Zeit für Dinge, die ich sonst unter Stress erledigen müsste.


3. Tun, was zu tun ist. 30 Tage lang werde ich meine Erledigungen noch an dem Tag machen, an dem ich sie machen sollte. Ich werde nichts aufschieben, denn machen, muss ich es sowieso.


4. Keine Ausdrücke mehr für 30 Tage. Für jeden Ausdruck, der mir doch herausrutscht mache ich 10 Liegestützen.



5. Den Tag mit einem Lächeln beginnen und ihn mit einem Lächeln beenden. Auch wenn mir zum Weinen zumute ist. Denn es gibt immer etwas, für das man dankbar ist.


6. Jeden Tag für 10 Minuten ruhig dasitzen, mich nur auf meine Atmung konzentieren und an NICHTS andere denken.


7. Jeden Tag ein Bild von meinem liebsten Ort machen und sehen wie er sich jeden Tag verändert obwohl er doch derselbe bleibt.


Das ist alles. Es scheint nicht viel, und für einige vielleicht selbstverständlich. Aber ich bin mir sicher, dass es doch vielen von uns schwer fällt - mir eingeschlossen - solche selbstverständlichen Dinge zu tun.


Deshalb fordere ich uns heute dazu auf: Ändert etwas in eurem Leben, dass ihr schon immer ändern wolltet. Tut etwas, dass ihr noch nie getan habt! Und wenn es noch so kleine Kleinigkeiten sind. Ab heute... für 30 Tage.


Denn diese 30 Tage werden vorübergehen, ob wir es wollen oder nicht. Also lasst uns diese 30 Tage zu 30 bemerkenswerten machen!

14.11.12 16:20

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